Heute ist es ziemlich genau drei Monate her, dass die Prep&Cook bei mir zuhause eingezogen ist. Zeit ein erstes Fazit zu ziehen. Allein wegen des Fakts, dass ich inzwischen jeden zweiten Tag über diese Maschine blogge, könnte man vermuten, dass ich restlos begeistert bin. Bin ich aber gar nicht!

Für wen ist die Prep&Cook geeignet?

Wenn Du dich gerade mit dem Kauf der Preppi (Kurzform) beschäftigst, dann bist Du sicherlich schon über die ganzen Alternativen von beispielsweise KitchenAid*, Kenwood*, LIDL und ALDI oder natürlich den Thermomix® gestolpert. Glaub mir, ich kenne die Ratlosigkeit am Anfang. Von Anfang an sei Dir gesagt: Es gibt nicht die ultimativ perfekte kochende Küchenmaschine, die einfach alles kann. Aber es gibt die perfekte Maschine für Deine Bedürfnisse!

Dieser Blogeintrag soll jetzt aber nicht in einen Vergleichstest abdriften. Davon gibt es eine Vielzahl auf YouTube und bei anderen Blogs. Denn: schaut man sich mal die reinen Fakten an, sind doch alle recht ähnlich. Jede dieser Maschinen rührt, schnibbelt, häckselt, erhitzt einen Topf (von 120°C bis 180°C) und hat irgendwie eine Dampfgarfunktion. Trotzdem werde ich die anderen Maschinen immer mal wieder in diesem Artikel erwähnen. Unterschiede erkennt man im Detail, vor allem wenn man mit ihnen arbeitet. Für welche Maschine Du dich entscheidest, hängt also von Deinen Anwendungsbereichen und natürlich auch dem Geldbeutel ab.

Warum habe ich mich für die Prep&Cook entschieden?

Das Thema der selbstkochenden Küchenmaschinen beschäftigte mich vor der Anschaffung schon circa zwei Jahre lang. Immer wieder habe ich mir sporadisch Erfahrungsberichte in den einschlägigen Facebook-Gruppen durchgelesen oder neue YouTube-Videos angeschaut. Ausgelöst wurde mein Interesse durch ein Angebot von ALDI. Optisch empfinde ich die “AMBIANO” jedoch als Vollkatastrophe! Dennoch irgendwie angefixt vom Angebot, suchte ich nach Alternativen anderer Hersteller. Die Prep&Cook gefiel mir von Anfang an, aber ein neuer Kontrahent stieg in den Ring.

Plötzlich kam LIDL mit der Monsieur Cuisine Connect (kurz MCC) um die Ecke. Eine der erste Meinungen, die ich dazu las, war von einer Preppi-Userin auf Facebook: “So ein Mist, jetzt habe ich mir letzte Woche eine Prep&Cook gekauft und nun kommt LIDL mit diesem genialen Teil um die Ecke!” So war der ungefähre Tenor des Postings. Verunsichert verschob ich die Anschaffung, um auf den Release der MCC und die damit verbundenen Erfahrungsberichte zu warten. Da ich nicht der Typ bin, der am Erscheinungstag blind losläuft und ein Produkt kauft, war ich schon einigermaßen enttäuscht, als ich nach ein paar Stunden die Meldung “Deutschlandweit Ausverkauft” erhielt.

Die Monsieur Cuisine Connect von LIDL/Silvercrest – Bildquelle: Silvercrest/LIDL

In den nächsten Tagen war mein Social Media Stream voll von begeisterten User(innen), die Bilder und den damit verbundenen Foodporn-Wahnsinn posteten. In den Folgemonaten häuften sich jedoch die Rückmeldungen, dass Geräte mehrmals zum Service mussten. Dies gipfelte dann in einer Rückruf-Aktion von LIDL/Silvercrest. Damit schoss sich die Monsieur Cuisine Connect selbst ins Aus. Inzwischen kam zudem raus, dass die Maschine ein verstecktes Mikrofon hat.

Thermomix® und Kenwood Cooking Chef Gourmet* waren mir schlichtweg zu teuer. Außerdem hatte ich keine Lust auf diese Verkaufsveranstaltung von Vorwerk und dem (beim Kauf) einhergehenden Eintrag in die Kundenkartei. Gegen die KitchenAid Artisan Cook Proceccor* sprach die fehlende Community in Deutschland und, dass ich insgesamt viel zu wenig Infos und Erfahrungsberichte gefunden habe. Schließlich kam dann die Kaufland-Treuepunkte-Aktion und für 299,-€ musste ich nicht mehr lange überlegen. Hat ja auch lang genug gedauert.

Auswirkungen seit Kauf der Prep&Cook

Seitdem die Preppi eingezogen ist, beschäftige ich mich mehr mit dem Thema Kochen. Nicht weil ich es vorher nicht konnte oder wollte, sondern weil ich unbedingt dieses Teil benutzen möchte. Nicht zu letzt hat mich die Maschine ja auch zu diesen Blog gebracht. Beispielsweise habe ich bisher mein Gemüse ganz normal im Supermarkt gekauft. Inzwischen kommt es vom Gemüsehändler. Ich esse weniger Fleisch! Obwohl ich das gar nicht wollte. Suppen, Brote und Dips sind so lecker, dass ich gar nicht das Bedürfnis nach täglichem Fleischgenuss habe. Aber zum Vegetarier werde ich nicht!

Wenn mir zu Anfang des Jahres jemand erzählt hätte, dass ich Brote und Brötchen im Juli ausschließlich selber backe, den hätte ich für verrückt erklärt. Sogar Marmeladen koche jetzt selbst ein. Ich will wissen, was in der Nahrung ist. Und wenn ich mir mal kurz die Zusatzstoffe in manchen Lebensmitteln anschaue, dann möchte ich das Zeug nicht mehr essen. Durch die (wahrscheinlich) gesündere Ernährung habe ich abgenommen. Nicht viel, aber so dass man es sieht und spürt.

Die Prep&Cook von Krups in meiner Küche

Negatives zur Prep&Cook

Aber ich möchte nicht nur die positiven Aspekte der Prep&Cook hervorheben. Natürlich gibt es auch Dinge, die mich nerven! An erster Stelle steht da die Reinigung. Immer wieder baut man den Deckel auseinander und zusammen. Gerade wenn man viel Teig mit der Preppi herstellen möchte, ist der am Boden gelagerte Antrieb ein echter Downer. Immer wieder lässt sich der Teig nur schwer von ihm und dem Messer entfernen. Und wo wir gerade beim Thema Teig sind: Ich würde keine Teige mit über einem Kilo Mehlanteil verarbeiten wollen. Dafür ist die Maschine zu schwach. Für einen normalen 2-4 Personenhaushalt jedoch völlig ausreichend.

Wie schon in meinem Artikel über Kochbücher erwähnt, ist die Anzahl der Magazine und Bücher für die Preppi sehr gering. Da würde ich mir viel mehr an nativen Druckerzeugnissen wünschen. Aber die Community in den sozialen Medien ist sehr gut. Vor allem, dass die Maschine nicht so abgekultet wird wie der Thermomix®, gefällt mir gut.

Eigentlich mag ich das Design, aber es hat auch nicht von der Hand zu weisende Schwächen. Wenn sich beispielsweise das Kondenswasser im Deckel sammelt, kommt es bei mir nicht selten vor, dass man die ganze Maschine und Arbeitsplatte duscht. Dass neben dem Stopfen bei hoher Geschwindigkeit auch mal etwas rausspritzen kann, ist ein echtes No-Go.

Abschließendes Fazit zur Prep&Cook

Für mich war die Anschaffung ein echter Glücksfall. Seitdem die Preppi eingezogen ist, ist sie fast täglich im Gebrauch und ein neues Hobby gab es kostenlos mit dazu. Für den günstigen Preis bekommt man eine solide Markenmaschine, für die sogar kleine Ersatzteile direkt vom Hersteller schnell bezogen werden können. Das Design hat zwar praktische Schwächen, aber es ist nicht die x-te Kopie des Marktführers. Gerade als Einstiegsmodell in das Thema der selbstkochenden Küchenmaschinen ist die Prep&Cook von Krups hervorragend geeignet.

Wenn ich aber gewusst hätte, wie oft die Preppi bei mir in Betrieb ist, hätte ich vielleicht doch zum Kenwood Cooking Chef Gourmet gegriffen. Der oben angebrachte Antrieb würde die Reinigung doch deutlich vereinfachen. Für größere Familien empfiehlt sich die Maschine aufgrund des höheren Fassungsvermögen. Eine Discounter-Maschine würde mir definitiv nicht ins Haus kommen.

Ich bin so zufrieden mit der Anschaffung, dass in der letzten Woche dann auch die Cook4Me+ von Krups dazu kam. Darüber werde ich aber an anderer Stelle berichten. Der nächste Bericht zur Preppi kommt in drei Monaten zum “Halbjährigen”.

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Die Prep&Cook hat eine neue Nachbarin: Die Cook4Me+

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